Rennen: Bilstein Bike - Marathon

Foto: LST-Waldhessen
Foto: LST-Waldhessen

Was für ein Rennwetter. Seit Tagen - Sonne pur, die Strecke konnte trockener nicht sein und knapp 30 Grad unter dem freien Himmel. Das MTB-Rennen in Großalmerode war top! Der Bilstein sollte bezwungen werden (641m)...

 

43 km

1.100 hm

Nochmal vielen Dank an das gesamte Bilstein-Orga-Team für die wirklich gelungene Renn-Veranstaltung. Anmeldung im Rathaus mit Starterpräsent, kostenloses biker-Frühstück (Buffet: Brötchen, Aufschnitt, Kuchen, Kaffee und Tee), Nudelgericht, Grillstand, Massagezelt. Hervorzuheben waren auch die mehrfachen Verpflegungsstationen auf der Strecke - bei den Temperaturen ein Genuss. Die Gesamtorganisation war richtig gut!

Start und Ziel war am Marktplatz im Zentrum Großalmerode.

 

START: 86km und 129km:

Bei diesen Distanzen waren insgesamt über 70 biker am Start, sie starteten um 09:00 Uhr. Die Zuschauer und restlichen biker feuerten sie lautstark an. Rockmusik donnerte aus den Lautsprechern. Zwei Enduro-Motorräder fuhren bei der kurzen Einführungsrunde an der Spitze, die biker/innen hinterhier. Am Start/Ziel war dann ACTION angesagt, jetzt begann das eigentliche Rennen für die Mittel- (86km) und Langdistanz (129km).

 

 

START: 43km

Es war die Zeit gekommen, dass auch wir den Bilstein bezwingen sollten. Startzeit war 09:30 Uhr.

 

Mein erstes Mountainbike-Rennen war also der 11.Bilstein-Bike-Marathon in Großalmerode (die 43km Runde). Bei drückenden Temperaturen um die 30 Grad, mit hoher Luftfeuchtigkeit - aber zum Glück bewölktem Himmel - war es dann soweit. Gespannt habe ich unseren Startschuss erwartet. Dann ging es los.

10.. 9.. 8.. 7.. 6.. 5.. 4.. 3.. 2.. 1.. GO GO….

Motocrossräder vorneweg und ca. 230 Starter fuhren die kurze Aufwärmrunde Richtung Start und alle MTB’ler donnerten durch den Start und der Bikemarathon hat offiziell für mich begonnen. Der erste Anstieg war schon in Sichtweite, ich schraubte mich ca. 5 km und über 300 Höhenmeter hoch – ich war mittendrin statt nur dabei und meine Kraft wurde schon erstmals auf die Probe gestellt.

 

Hierbei entzerrte sich der Pulk von 230 bikern das erste mal. Diese erste kleine Hürde geschafft, war man aufgewärmt und bereit, weiter in die Pedale zu treten.

 

43 Kilometer und insgesamt 1.100 Höhenmeter sollten also bezwungen werden. Die Kraft sollte noch bei weiteren 3 Anstiegen auf die Probe gestellt werden. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Die gesamte Strecke war insgesamt bis auf einzelne Stellen sehr gut befahrbar. Das Rennen verlief über geschotterte Waldwege, schmale Single Trails auf Waldboden, Downhills, kurvenreiche Abfahrten und steile Anstiege.

 

Das Fahren in den Höhenlagen war von den Temperaturen angenehmer als im Tal. Eins habe ich jedoch festgestellt: wichtig war, dass man ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen hat. Ein Lob an die Organisatoren, die dazu ausreichend Verpflegungsstationen eingerichtet haben. Ich bin bis an mein Limit gefahren und gab mein Bestes.

 

Ab dem 33 km haben meine Oberschenkel geschmerzt und da wusste ich auch, ich muss mich noch zum Bilstein hochschrauben.

 

Eine sehr heftige Trail-Steigung (ca. 18%) mit rießigen Wurzeln direkt vor mir. Kleinen Gang rein, Gewicht nach vorne verlagert (sonst würde man rückwärts kippen), aber nicht zu weit, denn das Hinterrad brauchte noch Grip um sich hochzuschrauben. Die biker die ich vor mir sah entschieden sich genau zu dem, was ich auch gemacht habe: Ich gönnte meinem MTB eine kurze Verschnaufpause und schob diesen letzten Höllenberg hoch. Eine letzte Zwischenzeitmessung am Bilstein. Vom Ehrgeiz und dem olympischen Gedanken gepackt, habe ich auch diese Kraftprobe gemeistert.

 

Als dieser höchste Punkt erreicht war, freute sich das bike und auch der Fahrer ;) auf eine rasante downhill-Abfahrt Richtung Ziel.

Nach 43 km habe ich endlich das Ziel erreicht und die Zuschauer jubelten und klatschten und war stolz auf mich, dass ich mein erstes Rennen ohne Panne, Sturz etc. beendet habe. Eines weiß ich jetzt schon, das Rennfeeling hat mich gepackt und es wird nicht mein letztes Rennen gewesen sein.

 

Spätestens jetzt wußte ich, warum es eine "abwechslungsreiche Route für mittlere bis gehobene Ansprüche im Cross Country Stil" war. Die Strecke war knackig aber klasse!

Nach einer kostenlosen Bein-Massage von dem netten und fähigen Physiotherapeuten-Team fühlte man sich wie frisch geboren. Auch das alkoholfreie Weizen nach dieser Anstrengung war ein Traum. Nach dem Futtern des Nudelgerichts vom THW gönnten wir uns eine chill-out Phase und genossen das Rennflair und die Siegerehrungen der Schnellsten. Glückwunsch an alle, die ins Ziel gekommen sind - es war eine Leistung!

Ein wirklich schöner Tag ging zu Ende.

 

Bilstein?! Ich werde dich wieder bezwingen!

Die nachfolgenden sehr professionell gemachten fünf Bilder, wurden uns mit freundlicher Unterstützung von "bluestoneART Fotografie und mehr..." zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Im Ziel angekommen:

Links zu externen Seiten:



Infos:

Die SKS Bilstein Bike Marathon Strecke führt durch den nordhessischen Kaufunger Wald der östlich an Kassel, westlich an Witzenhausen, südlich an Hann. Münden und nördlich an Großalmerode angrenzt. Die höchste Erhebung ist der Bilstein mit 641 m. Dieser Berg mit seinem Aussichtsturm, von dem man eine einzigartige Aussicht in das nordhessische Bergland genießen kann, hat diesem Marathon den Namen gegeben.

(Quelle: www.bilstein-bike-marathon.de)

Tourenblatt und GPS-Download:

(einfach in das Streckenbild klicken - Link führt auf eine externe Seite)

Quelle: openstreetmap.org
Quelle: openstreetmap.org
Quelle: www.bilstein-bike-marathon.de
Quelle: www.bilstein-bike-marathon.de

Video - Rennstarts (YouTube - von Dirk Wieprecht):

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Kommentare: 1
  • #1

    Peter (Donnerstag, 24 Juli 2014 10:10)

    Prima Bericht. Da ärgere ich mich glatt, dass ich nicht dabei sein konnte :-( Aber es kommt ja noch das Event in Zierenberg :-)

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